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Dummheit – was genau ist das?

und was ist dann ein dummer Mensch, eurer Meinung nach?


Danke
  • Beste Antwort
    Der Begriff der Dummheit kann als der Gegensatz zur Weisheit verstanden werden. Meyers Konversations-Lexikon definiert Dummheit als das Unvermögen, aus Wahrgenommenem die richtigen Schlüsse zu ziehen.

    Der Begriff ist, ebenso wie der verwandte und mittlerweile ungebräuchlichere Begriff der Torheit, negativ konnotiert. Kennzeichen der Dummheit ist in der Regel mangelnde bzw. verminderte Intelligenz, daher wird im medizinischen Sinne von Intelligenzminderung gesprochen, die sich an der Höhe des relativen Intelligenzquotienten bemisst. Als menschliches Charaktermerkmal ist die Dummheit allerdings nicht immer einfach zu erfassen; im Alltagssprachgebrauch versteht man darunter vor allem den Mangel an Verstand oder auch „gesundem Menschenverstand“. Die Grenzen zwischen Dummheit, unüberlegtem Verhalten und durchschnittlicher Intelligenz sind eher fließend. Auch überdurchschnittlich intelligente Menschen können in bestimmten Bereichen ausgesprochen dumm agieren, da eben Intelligenz nicht immer mit Weisheit einhergehen muss; umgekehrt gibt es auch weise Menschen, die im medizinischen Sinne als intelligenzgemindert gelten können, aber dennoch das genaue Gegenteil von dumm darstellen. Man vergleiche hierzu zum Beispiel den Satz des Sokrates: „Ich weiß, dass ich nichts weiß,“ der das „Nicht-Wissen/Können“ des Menschen auf den Punkt bringt und die „Dummheit“ als eine Eigenschaft namhaft macht, die letztlich allen Menschen gemeinsam sein kann.

    Trotzdem blieb das Verlachen der Dummheit, wie auch das der dummen Menschen, zu aller Zeit ein beliebter Topos in der Geschichte der Kunst und Literatur und auch in der Alltagskultur. Als Paradebeispiel sei hier das Buch von den Schildbürgern angeführt, in dem die Geschichte eigentlich weiser Menschen beschrieben wird, die sich dumm stellen und denen die Dummheit am Ende zur zweiten Natur wird. Auch Erasmus von Rotterdam (im Buch vom Lob der Torheit) und Sebastian Brant (im Narrenschiff) knüpften an diese Tradition der Narrenliteratur an, die ihre Vorbilder auch in christlichen Stoffen fand, wo etwa der Sündenfall Adams und Evas als „Ur-Torheit“ des Menschen die Dummheit am abschreckenden Exempel darstellt.

    Auch die Denker des Zeitalters der Aufklärung bemühten sich, der Dummheit, die sie in sinnfreien überkommenen Ritualen und Denkweisen am Werk sahen, die Vernunft als Tugend entgegenzustellen. Damit einher ging die Förderung der Massenbildung, die dafür sorgte, dass das allgemeine Intelligenzniveau angehoben werden konnte. Kritik kam allerdings bald am reinen „Bücherwissen“ auf, dessen Auswüchse selbst von Denkern wieder als Dummheit satirisch und kritisch auf das Korn genommen werden konnte. So kommt Goethe in seinem Werk Faust in sokratischer Manier trotz seines angesammelten Wissens, erworben in einem jahrelangem Studium, nur zu der Erkenntnis: „Da steh' ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.“

    Eine Weisheit besagt, dass das Leben des Menschen mithin ein Prozess ist, der über das Sammeln immer größeren, auch enzyklopädischen Wissens, zur Selbsterkenntnis über die Grenzen eben jenes Wissens hinweg führt. So wird im Buddhismus Weisheit und Erkenntnis gerade in der Abkehr vom Streben nach Weltwissen gesucht.

    Einige charakteristische Zitate und Aphorismen können die Beschäftigung mit dem Thema der Dummheit recht treffend illustrieren:

    „Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)
    „Die Dummheit erster Ordnung ist die Dummheit, die vorhandene Zusammenhänge nicht sieht. Die Dummheit zweiter Ordnung ist die Dummheit, die Zusammenhänge sieht, wo keine sind!“ (Rudi Wormser)
    „Dumm ist der, der Dummes tut.“ (aus dem Film Forrest Gump)
    „Ein Kluger bemerkt alles. Ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)
    „Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden, aber sie schießen damit.“ (Gerhard Uhlenbruck)
    „Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.“ (Mark Twain)
    „Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.“ (Wilhelm Busch)
    „Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit.“ (Anatole France)
    „Das Volk ist dumm.“ (Jakob Weber)
    „Wenn Dummheit weh tun würde, müßte so manch einer den ganzen Tag lang nur laut schreien“ ( Peter Anders)
    „DBDDHKP - doof bleibt doof, da helfen keine Pillen“ (Volksmund)
    „Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals unter ihr. Aber die anderen leiden.“ ( Paul-Henri Spaak)
    „Ein Dummkopf bleibt ein Dummkopf nur/ für sich, in Feld und Haus;/ doch wie du ihn zu Einfluß bringst,/ so wird ein Schurke draus.“ ( Franz Grillparzer)
    Während viele Autoren die Dummheit so als Teil der conditio humana sehen, sind andere der Ansicht, dass diese durchaus historisch konkret bestimmbare Ursachen hat und systematisch z. B. durch das Schulsystem produziert wird (Huisken 2005).
    cindydragongirl · 1 0
  • Andere Antwort
  • Hallo,
    ich würde sagen, Uneinsichtigkeit und Unverständlichkeit gegenüber ganz einfachen Dingen des Alltags.
    Oft wird es verwechselt mit einer organischen Intelligenzminderung, für die der betreffende Mensch nichts kann.
    chiophan · 1 0
  • Dumm ist wer Dummes tut!


    Paradebeispiel:Paris Hilton.
    eva19 · 0 0
  • Die dummen Menschen sind sich ihrer Begrenztheit nicht bewusst - ein Dummer weiss nicht, dass er dumm ist.
    Eine besondere Art von Selbstbetrug?
    m · 0 0
  • hä ? kann dir nicht folgen, bin zu dumm dafür.....
    savage · 0 0

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