Zuhause > Gesellschaft & Kultur > Religion & Spiritualität > Warum gibt es bei der "Ersten Vision" der Mormonen soviel Ungereimtheiten?

Warum gibt es bei der "Ersten Vision" der Mormonen soviel Ungereimtheiten?

Aus einem Artikel über die Erste Vision von http://www.mormonentum.de:

Bei so vielen Änderungen stellt sich unwillkürlich die Frage: Wie hat sich die Geschichte in den vorangegangenen zwölf Jahren entwickelt? Weiterhin ist fraglich, welche religiöse Erregung Joseph Smith auf das Jahr 1820 datiert. Solche ‘Revivals’ genannten Höhepunkte in der Erweckungsbewegung jener Tage sind in den Jahren 1799, 1808, 1816/17 und 1824-27 geschichtlich belegt. Religiös war 1820 ein sehr ruhiges Jahr im westlichen New York.
Überhaupt gibt es keinen einzigen Bericht, in dem von einer Engelserscheinung von Joseph Smith berichtet wird, der vor 1831 veröffentlicht wurde und sich nicht auf die goldenen Platten bezieht. Auch dort war von Engeln erst später die Rede, aber das gehört nicht in diese Betrachtung. Wichtiger ist, dass Joseph mit dem Buch Mormon und seiner neuen Kirche viel Aufmerksamkeit bekam, andere Kirchen und Zeitungen schrieben über ihn. Aus der Zeit, in der er nach seinen eigenen Worten so viel Verfolgung erleiden musste, lassen sich merkwürdigerweise keine solchen Erwähnungen finden, gerade so, als ob sich niemand für ihn oder seine Visionen interessiert hätte. 1831 schreibt der Palmyra Reflector als Reaktion auf die Kunde aus Kirtland, Joseph habe ’Gott mehrfach und persönlich gesehen‘:

„Es ist allgemein bekannt, dass Joe Smith niemals vorgab, irgendwelchen Umgang mit Engeln zu haben, bis lange Zeit nach dem angeblichen Fund seines Buches, und dass die Manipulation durch ihn oder seinen Vater nicht weiter ging als die angebliche Fähigkeit, Wunder in einem Seherstein zu sehen ...“
  • Antworten
Amazon Ads