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Warum gibt es eigene jugendgericht?

warum gibt es eigene jugendgericht
  • Antworten
  • Bei uns in der BRD gibt es keine extra Gerichte für Jugendliche.
    Es gibt aber Spezialisten wie wir es in der Medizin bei Ärzten
    kennen.
    Es gibt aber auf Jugendliche spezialisierte Richter & Schöffen
    & für die Verteidigung entsprechende Verteidiger.
    Das Chaos bei uns ist programmiert weil von der "Tat"
    bis zur Verurteilung Jahre vergehen.
    . . . . Inzwischen können die Enkel des Jugendlichen
    . . . den Opa im Rollstuhl zum Gericht karren.
    . . Der Sinn die Jugend von Profis im Knast fernzuhalten
    . .ist somit Altpapier.
    2 meiner Schüler 17 & 18 Jahre wurden am Vormittag
    in der Hofpaus bewusst öffenlich wie bei Rambow in den
    Polizeitranslorter unzimperlich verladen.
    Der Spuck war nach 5 Min. verhallt.
    "Verschärfte Jugendhaft mit Ballett" - unter ärztlicher Aufsicht.
    Von der Tat bis Haftende gabs max 4 Wochen.
    Jugendrichter & Jugendverteidiger schon eingeschlossen.

    Aber von der DDR-lernen ist Politikern im Rechtsstaat verboten.
    Sieg-Fried · 7 3
  • Weil Jugendliche eher erzogen als bestraft werden sollen.
    Der erzieherische Gedanke steht deshalb im Vordergrund des Jugendstrafrechts.

    Erst wenn es gar nicht anders geht (mangels Mitwirkungswillens des / der Betreffenden) wird eingesperrt.
    Meist gibt´s für Jugendliche je nach Urteil mehr oder weniger Arbeitsstunden / Sozialstunden, die innerhalb einer bestimmten Zeit abgeleistet werden müssen. Wer das nicht tut, muss in Arrest.

    Im Jugendstrafrecht gibt es erheblich mehr Möglichkeiten, auf den Täter / die Täterin erzieherisch einzuwirken als im Erwachsenenstrafrecht. Dies basiert auf der Feststellung, dass die Hirnentwicklung und somit ein umfassendes Wertebewusstsein erst nach dem 20. Lebensjahr weitgehend beendet ist.

    Jugendstrafrecht ist deshalb milder im Vollzug und vielfältiger als Erwachsenenstrafrecht. Der "Delinquent" bzw. "die Delinquentin" bestimmt durch seine / ihre Reaktion auf die Auflagen (wie und mit welcher Arbeitshaltung die Stunden geleistet wurden und wie andere Auflagen erbracht oder erfüllt wurden) den Fortgang einer Jugendsache.

    Sieht es nach reifem und einsichtigem Verhalten aus, (weil es so erscheint, als wäre der Lerneffekt und Erziehungseffekt eingetreten) wird mild gehandelt und geurteilt.
    Ich habe schon hunderte solcher Stundennachweise ausgefüllt und unterschrieben, ich bekomme 2 oder 3 dieser Kiddies immer zum Helfen bei Hausmeistertätigkeiten wie Laub aufsammeln, Wischen, Fegen etc.... ;) .

    Von der Dauer-Schulschwänzerin über einen notorischen Schwarzfahrer bis zum Hardcore-Gewalttäter ist alles dabei.

    Die Beurteilungen, WIE die bei mir gearbeitet haben, machen eine Menge aus und haben schon Manchen vor dem Vollzug des Arrests bewahrt.
    Auf Zuverlässigkeit und Einhaltung klarer REGELN kommt es im Wesentlichen an (Anmelden, Absagen rechtzeitig und über die Wohngruppe / das Jugendamt / die Jugendgerichtshilfe), keine Fehlzeiten oder Fehlstunden, Einhalten von Terminen und Zusagen etc., keine Eigenmächtigkeiten, Verlässlichkeit .

    Es geht NICHT um Akkordarbeit aber auch nicht um "herum chillen". Die Stunden müssen erarbeitet werden - ohne Wenn und Aber.

    Zukünftig zu erwartende Verhaltensänderung aufgrund eigener EINSICHT ist das Ziel des Gerichts.

    Sprich: Straffrei leben, den gleichen oder anderen Mist nicht wieder machen - REGELN einhalten. Dann is alles chillig.
    Willy · 8 5
  • Weil Jugendliche so viele Straftaten verüben, dass die anderen Gerichte mit der Verarbeitung der Fälle überlastet wären.
    blauclever · 0 0
  • In Deutschland gibt es so viele Gesetze, da kann sich nicht jeder Richter damit auskennen.
    AMG · 2 5
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